Geschichte

 

 

Die Eine-Welt-Partei versteht sich als Teil der Eine-Welt-Bewegung. Hervorgegangen ist sie aus der Esperanto-Bewegung, die sich seit über 120 Jahren für Völkerverständigung und Frieden einsetzt. Schon im Jahr 1931 engagierte sich der rumäniendeutsche Buchhändler Josef Zauner in seiner Broschüre "Der Weg zur Europa-Partei" für eine europäische Einigung mittels Esperanto: Eine Europa-Partei, deren Kern Esperanto-Sprecher bilden, sollte sich für die Gründung einer friedlichen "Europäischen Union" einsetzen.

 

Doch erst im Jahr 2003 gründete sich eine "Esperanto-Partei", die tatsächlich an Wahlen teilnahm: Die politische Vereingung "Europa - Demokratie - Esperanto" (EDE). Sie erzielte bei der Europawahl 2004 in Frankreich 0,15 % sowie bei der Europawahl 2009 in Frankreich 0,17 % und in Deutschland 0,04 % der Stimmen.

 

 

 

 

 

EDE-Mitglieder bei der Übergabe von 5.240 Unterstützungsunterschriften für die Teilnahme an der Europawahl 2009 

 

 

 

Einige deutsche EDE-Aktivisten empfanden das Wahlergebnis als Enttäuschung und erinnerten sich daran, dass Esperanto vor allem als Sprache für die ganze Welt konzipiert wurde. Sie betonten zudem, dass es zur Lösung aktueller Probleme oft mehr auf Ethik und Verantwortungsbewussten ankommt als auf eine Stärkung von Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung in Europa. Im August 2009 wurde daher zunächst in den Internet-Foren von EDE sehr kontrovers die Idee diskutiert, EDE in eine Eine-Welt-Partei zu überführen. Während sich vor allem in Frankreich eine große Mehrheit der EDE-Mitglieder klar gegen eine solche Überführung aussprach, fand die Idee der Eine-Welt-Partei unter Esperanto-Sprechern vor allem in Deutschland, Brasilien und Afrika zahlreiche Unterstützer.

 

Anregungen entnahm die Eine-Welt-Partei u.a. den Evangelischen Kirchentagen (wo z.B. 2005 in Hannover der Gedanke der ökosozialen Marktwirtschaft einem breiten Publikum vorgestellt wurde) sowie dem Weltethos-Projekt von Hans Küng. Am 1. November 2009 wurde in Wiesbaden die nicht rechtsfähige globale Eine-Welt-Partei ("Partio Unu Mondo") gegründet, deren Gründungsvorstand drei Afrikaner, zwei Europäer und eine Chinesin angehören. Während EDE in Deutschland eher liberal und in Frankreich eher sozialistisch geprägt ist, besteht die Eine-Welt-Partei nach Meinung des Nachrichtendienstes Heroldo komunikas "im Kern aus enttäuschten Christdemokraten".

 

Schon vier Monate nach Ihrer Gründung hatte die globale Eine-Welt-Partei Landesvertreter in 15 Ländern.

 

Am 5. September 2010 erfolgte dann die Gründung der deutschen Eine-Welt-Partei e.V. als Partei im Sinne des Parteiengesetzes. Sie wurde in das Vereinsregister beim Amtsgericht Wiesbaden eingetragen.

Eine-Welt-Partei  | www.eineweltpartei.de